SEO 5 Min. Lesedauer März 2026

Keyword-Recherche: Wie Unternehmen die richtigen Suchbegriffe finden

Die Grundlage jeder SEO-Strategie ist eine solide Keyword-Recherche. Wer nicht weiß, nach welchen Begriffen seine potenziellen Kunden suchen, optimiert ins Leere. Keyword-Recherche ist kein einmaliger Schritt, sondern ein strategischer Prozess – und entscheidend dafür, ob eine Website wirklich gefunden wird.

Was ist Keyword-Recherche?

Keyword-Recherche ist der Prozess, bei dem systematisch ermittelt wird, welche Suchbegriffe potenzielle Kunden bei Google und anderen Suchmaschinen eingeben. Das Ziel: zu verstehen, wie die eigene Zielgruppe sucht – um die Website, ihre Inhalte und ihre Struktur genau darauf auszurichten.

Dabei geht es längst nicht mehr allein um das reine Suchvolumen, also wie oft ein Begriff monatlich gesucht wird. Entscheidend ist die Suchintention (auch: Search Intent): Was möchte jemand eigentlich, wenn er einen bestimmten Begriff eingibt?

Grundsätzlich lassen sich drei Arten von Suchintentionen unterscheiden:

  • Informational – Der Nutzer möchte etwas lernen oder verstehen. Beispiel: „Was ist SEO?"
  • Navigational – Der Nutzer sucht eine bestimmte Website oder Marke. Beispiel: „AIXTRA-WEB Aachen"
  • Transactional – Der Nutzer möchte etwas kaufen, buchen oder anfragen. Beispiel: „Webdesign Agentur Aachen anfragen"

Wer diese Unterscheidung nicht berücksichtigt, riskiert, Seiten für Keywords zu optimieren, die zwar Traffic bringen, aber keine Anfragen – weil die Suchintention nicht zur eigenen Leistung passt.

Warum die Suchintention wichtiger ist als das Suchvolumen

Ein Keyword mit 10.000 monatlichen Suchanfragen klingt verlockend. Aber wenn die dahinterliegende Absicht nicht zu Ihrem Angebot passt, bringt dieser Traffic keine Anfragen. Ein Keyword mit 50 Suchanfragen pro Monat, hinter dem aber eine klare Kaufabsicht steht, kann dagegen deutlich mehr Kontaktaufnahmen erzeugen.

Der Unterschied wird deutlich an einem konkreten Beispiel aus dem Webdesign-Bereich:

Hohes Volumen, unklare Intention

„webdesign"

ca. 40.000–90.000 Suchen/Monat

Jemand sucht nach dem Begriff – aber ist er Schüler, Agentur-Mitarbeiter oder potenzielle Kundin? Unklar. Conversion-Wahrscheinlichkeit: gering.

Geringeres Volumen, klare Intention

„webdesign agentur aachen anfragen"

ca. 10–50 Suchen/Monat

Jemand will aktiv eine Agentur beauftragen, ist regional in Aachen und sucht gezielt. Conversion-Wahrscheinlichkeit: sehr hoch.

Gute Keyword-Recherche berücksichtigt deshalb immer beide Dimensionen: Suchvolumen als Indikator für Nachfrage, Suchintention als Indikator für Relevanz und Conversion-Potenzial.

Typische Keyword-Kategorien für lokale Unternehmen

Je nach Art des Unternehmens und Leistungsangebot lassen sich Keywords in verschiedene Kategorien einteilen. Für lokale Unternehmen – Dienstleister, Handwerksbetriebe, Praxen und Agenturen – sind vor allem vier Typen relevant:

Marken-Keywords (Branded)

Keywords rund um den eigenen Firmennamen. Nutzer, die gezielt nach Ihrem Unternehmen suchen, haben oft bereits konkretes Interesse oder sind Bestandskunden.

AIXTRA-WEB AIXTRA-WEB Aachen

Leistungs-Keywords

Suchbegriffe, die direkt auf Ihre Leistungen abzielen. Diese haben oft transaktionale oder kommerzielle Intention und sind besonders wertvoll für Anfragen.

Webdesign Aachen SEO Agentur Aachen Local SEO

Informations-Keywords

Fragen und Ratgeber-Themen, die Menschen in früheren Kaufphasen suchen. Ideal für Blogbeiträge und Ratgeberseiten, die Vertrauen aufbauen und organischen Traffic erzeugen.

was kostet Webdesign SEO vs SEA Unterschied

Lokal-spezifische Keywords

Kombination aus Leistungsbegriff und Ortsname oder Region. Besonders relevant für lokale Unternehmen, die in einem bestimmten geografischen Einzugsgebiet tätig sind.

Elektrofachbetrieb Aachen Zahnarzt Aachen Innenstadt

Schritt für Schritt

Wie eine Keyword-Recherche konkret aussieht

Keyword-Recherche folgt keiner starren Methode, aber es gibt einen bewährten Prozess, der sich für Unternehmen jeder Größe eignet. Die folgenden fünf Schritte bilden den Kern einer soliden Recherche.

01

Ausgangsliste erstellen

Der Startpunkt ist immer das eigene Unternehmen: Welche Leistungen bieten Sie an? Welche Probleme lösen Sie? In welcher Stadt oder Region sind Sie tätig? Notieren Sie ohne Tools zunächst alle Begriffe, die Ihnen selbst einfallen – aus Ihrer Perspektive als Anbieter und aus der vermuteten Perspektive Ihrer Kunden.

02

Keyword-Tools nutzen

Mit Tools wie dem Google Keyword Planner, Google Suggest (die Autocomplete-Vorschläge) und der Google Search Console erweitern Sie Ihre Liste. Professionelle Tools wie Ahrefs, Semrush oder Sistrix liefern zusätzlich Suchvolumen-Daten, Keyword-Schwierigkeit und Wettbewerbsanalysen – hilfreich, wenn eine tiefere strategische Ausrichtung gefragt ist.

03

Suchintention prüfen

Geben Sie jeden Suchbegriff bei Google ein und schauen Sie sich die aktuellen Suchergebnisse an. Welche Art von Seiten rankt dort? Ratgeberartikel, Produktseiten oder Angebotsseiten? Das ist der verlässlichste Hinweis darauf, welche Suchintention Google hinter diesem Begriff vermutet – und was Sie liefern müssten, um dort zu erscheinen.

04

Wettbewerb einschätzen

Wie stark ist die Konkurrenz für dieses Keyword? Ranken dort vor allem große, etablierte Domains – oder gibt es Lücken, in die eine gut optimierte Seite realistisch einsteigen kann? Vor allem für neue Websites empfiehlt es sich, zunächst auf weniger hart umkämpfte Longtail-Keywords zu setzen und sich von dort aus vorzuarbeiten.

05

Prioritäten setzen

Am Ende der Recherche steht eine priorisierte Liste: Welche Keywords sind am relevantesten für das Kerngeschäft? Welche haben das beste Verhältnis aus Suchvolumen, Intention und realisierbarer Chancenposition? Diese Prioritätenliste ist die direkte Grundlage für die weitere Content- und Seitenplanung.

Häufige Fehler bei der Keyword-Recherche

Selbst erfahrene Unternehmen machen bei der Keyword-Recherche typische Fehler, die die Wirkung ihrer SEO-Maßnahmen deutlich reduzieren. Die häufigsten:

Zu generische Keywords anvisieren

Einzelne Begriffe wie „Versicherung" oder „Steuerberater" sind so hart umkämpft, dass neue oder mittelständische Websites dort kaum realistische Chancen haben. Die SEO-Energie wird besser in spezifischere, intentionsklare Begriffe investiert.

Lokale Keywords ignorieren

Wer lokal tätig ist, aber keine regionalen Suchbegriffe berücksichtigt, verschenkt Sichtbarkeit bei genau den Menschen, die in der Nähe nach einer Lösung suchen. Lokale Keywords sind häufig weniger umkämpft und gleichzeitig konversionsstärker.

Für die falsche Suchintention optimieren

Eine Angebotsseite, die für einen informativen Suchbegriff rankt – oder umgekehrt ein Ratgeber für einen transaktionalen Begriff – wird trotz gutem Ranking kaum die gewünschten Ergebnisse bringen. Die Seitenart muss zur Intention passen.

Keyword-Recherche als einmaligen Schritt behandeln

Suchverhalten verändert sich. Neue Begriffe entstehen, bestehende Keywords verlieren an Relevanz, und der Wettbewerb entwickelt sich weiter. Eine Recherche, die nie aktualisiert wird, spiegelt irgendwann nicht mehr die Realität wider.

Keyword-Recherche als Grundlage für die Content-Strategie

Eine gute Keyword-Recherche ist weit mehr als ein technischer SEO-Schritt. Sie ist das Fundament der gesamten Content-Strategie: Sie bestimmt, welche Seiten eine Website braucht, welche Themen behandelt werden müssen und wie die Informationsarchitektur aufgebaut sein sollte.

Wer weiß, dass seine Zielgruppe vor allem nach „[Leistung] + Stadtname" sucht, baut dafür gezielte Leistungsseiten. Wer erkennt, dass viele Nutzer zunächst informationelle Fragen haben – etwa nach Kosten oder Vergleichen – weiß, dass er mit Ratgeberartikeln früh im Entscheidungsprozess Vertrauen aufbauen kann.

Die Keyword-Recherche liefert damit die Antwort auf eine der grundlegendsten Fragen im SEO: Was soll auf der Website überhaupt stehen? Nicht nach Bauchgefühl, sondern auf Basis echter Nachfrage.

Darüber hinaus hilft die Recherche dabei, interne Verlinkungen sinnvoll zu planen, Pillar-Content-Strukturen aufzubauen und bestehende Seiten gezielt zu überarbeiten. Ein regelmäßiger Abgleich von Rankings mit der ursprünglichen Keyword-Strategie zeigt, wo Optimierungsbedarf besteht – und wo neue Chancen entstanden sind.

Unser Fazit

Keyword-Recherche braucht Zeit – und zahlt sich aus

Keyword-Recherche ist kein Selbstzweck. Sie ist die notwendige Grundlage dafür, dass SEO-Maßnahmen nicht ins Leere laufen. Wer versteht, was seine Kunden suchen – in welcher Formulierung, mit welcher Intention und in welcher Phase ihrer Entscheidung – kann eine Website und ihre Inhalte so gestalten, dass sie wirklich gefunden wird und Anfragen erzeugt.

Die Investition in eine solide Recherche amortisiert sich über alle nachgelagerten SEO-Maßnahmen. Denn wer die richtigen Keywords kennt, arbeitet von Anfang an in die richtige Richtung.

FAQ

Häufige Fragen zur Keyword-Recherche

Welche Tools eignen sich für Keyword-Recherche?

Ein guter Einstieg ist der Google Keyword Planner, ergänzt durch Google Suggest und die Search Console. Professionelle Tools wie Ahrefs, Semrush oder Sistrix bieten tiefere Einblicke, erfordern aber ein Abonnement.

Wie viele Keywords sollte eine Seite abdecken?

In der Regel ist eine Seite auf ein Haupt-Keyword und einige semantisch verwandte Begriffe ausgerichtet. Mehrere unverbundene Keywords auf einer Seite führen oft zu unklarer Ausrichtung und schwächeren Rankings.

Muss die Keyword-Recherche regelmäßig wiederholt werden?

Ja. Suchverhalten ändert sich, neue Themen entstehen und der Wettbewerb verändert sich. Eine regelmäßige Prüfung – mindestens einmal pro Jahr – ist sinnvoll.

Nächster Schritt

Welche Keywords sind für Ihr Unternehmen relevant?

Wir analysieren Ihre aktuelle Sichtbarkeit, prüfen, welche Keywords wirklich Potenzial haben – und zeigen Ihnen, wie eine SEO-Strategie aussehen kann, die auf echte Nachfrage einzahlt.